Firmengründung: Rechtsformen und Gründungskosten

29. Juli 2009 | Von admin | Kategorie: Firmengründung

Will man selbst in der Schweiz eine Firma gründen sollte man sich zunächst vor allem darüber im Klaren sein, welche Art: ob AG, GmbH, Kollektivgesellschaft oder Einzelfirma. Prinzipiell spielt die Nationalität des Firmengründers keine Rolle, allerdings müssen bei der Besetzung der Organe einer Kapitalgesellschaft mehrere Regelungen beachtet werden.

Denn kommt man nicht aus der Schweiz, benötigt man eine gültige Niederlassungsbewilligung für die Firmengründung. Bei einer Aktiengesellschaft ist in der Schweiz mindestens ein Aktienkapital von 100.000 Franken Voraussetzung und mehr als die Hälfte der Verwaltungsmitglieder müssen ihren Wohnsitz in der Schweiz, das Schweizer Bürgerrecht oder zumindest das eines EU-/EFTA-Staates haben. Vorteile einer AG sind, dass die Investoren anonym bleiben können, man nur beschränkt haftbar gemacht werden kann und dass die Übertragung von Anteilen relativ einfach abläuft. Die Gründung einer AG kostet in der Schweiz zwischen 4000 und 5500 Franken, eine GmbH 2000 bis 3000 Franken.

Auch die GmbH bietet Vorteile: mit 20.000 Franken ist das Startkapital relativ gering und seit 2008 ist nur ein Gründer, anstatt zuvor zwei, notwendig. Der zeichnungsberechtigte Geschäftsführer der GmbH muss in der Schweiz wohnen. Sind alle Vorkehrungen getroffen und sämtliche Dokumente zugestellt, kann die Firmengründung innerhalb der nächsten zwei bis drei Wochen erfolgen. Auch sollte man bei einer Firmengründung die Steuern nicht außer Acht lassen: diese unterscheiden sich von Kanton zu Kanton. Die Gewinnsteuer der Kantone beläuft sich zwischen 4, 5 und 19 Prozent. Wichtig ist dementsprechend, dass und wo man ein Domizil der Gesellschaft, also den Ort des Geschäftssitzes, findet.

Hilfreiche Unterstützung bei der Firmengründung

Generell gibt es Dienstleister, die einen hilfreich bei der Firmengründung unterstützen können. Beispielsweise bietet Start-ups.ch (http://www.startups.ch) eine ganzheitliche Gründerberatung an. Jedoch sollte man hierbei die zusätzlichen Kosten mit einkalkulieren.

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