Gesellschaft: eine tolerante Willensnation
29. Juli 2009 | Von admin | Kategorie: GesellschaftDie Schweiz ist durch das Selbstverständnis einer Willensnation geprägt. Das bedeutet, die Gesellschaft verbindet weder eine gemeinsame Sprache, noch gemeinsame Religion oder Kultur. Allein der Glaube an ihren Staat und dessen Geschichte verbindet sie. Und dies begründet gleichzeitig die Vielfältigkeit der Schweiz.
Nicht nur besteht die Gesellschaft aus vier Sprachen, auch aus unterschiedlichsten Religionen: Katholiken und Protestanten bilden mit über vier Fünfteln die Mehrheit. Und wie schon bei der Sprache ist es auch bei der Religion den Kantonen überlassen, einer bestimmten Religionsgemeinschaft den Landeskrichenstatus zu verleihen. Generell ist nämlich auch in der Schweiz Religionsfreiheit im Grundgesetz verankert.
Und auch im Essen spiegelt sich die Vielschichtigkeit der Gesellschaft wieder. Denn die Schweizer Küche verbindet die Deutsche, Französische und Norditalienische Küche miteinander. Kein Wunder, dass es auch innerhalb des Landes große regionale Unterschiede gibt. Hierbei liefern die Sprachregionen eine Art grobe Aufteilungshilfe. Absolut typisch für die Schweizer Küche sind Käsefondue oder Rösti. Innerhalb der Schweiz gibt es sogar den „Röstigraben“: östlich von dieser “Grenze” ist es ein Nationalgericht, westlich davon nicht. Der „Röstigraben“ entspricht dem engen Tal der Saane. Weltweit bekannt ist das Birchermüsli, das 1900 von einem Schweizer Arzt entwickelt wurde. Nicht zu vergessen natürlich die Schweizer Schokolade. Eine der bekanntesten hierunter ist Toblerone, eine Honig-Mandel-Nougat-Schokolade. Von Bern aus, wo sie seit über 100 Jahren produziert wird, wird sie mittlerweile in 120 Länder exportiert.
Die Zeitung ist in der Gesellschaft verankert
Und was machen die Schweizer eigentlich, wenn sie gerade zur Arbeit pendeln? Genau – Zeitung lesen. Die am meisten gelesene Zeitung ist daher auch die kostenlose Pendler-Zeitung 20 Minuten, gefolgt von der Boulevard Zeitung Blick. Einen Namen für fundierte Berichterstattung hat sich die Neue Züricher Zeitung nicht nur in der Schweizer Sesellschaft gemacht, die anders als die meisten Zeitungen des Landes nicht nur regional, sondern national verbreitet ist.
Berühmte Mitglieder der Schweizer Gesellschaft sind neben dem Nationalhelden Tell und den weltbekannten Schriftstellern Frisch und Dürrenmatt auch der Tennisspieler Roger Federer oder DJ Bobo.
